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Geschichte von Allensbach

Geschichte Allensbach

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Geschichte Allensbach

Als Dorf ist Allensbach spätestens im 4. Jahrhundert entstanden. Den Namen erhielt es von dem alemannischen Stammesführer Alaholf. Die Schreibweise änderte sich seither mehrfach.

Dass das Gebiet jedoch weitaus früher  besiedelt war, zeigten im Jahr 2002 Grabungen am heutigen Campingplatz. Es fanden sich Reste einer Pfahlbautensiedlung aus der Jungsteinzeit (etwa 3000 vor Christus).  Ein vollständig erhaltener Feuersteindolch und Teile von Sandalen sind wertvolle Funde dieser archäologischen Arbeit. Das Gebiet des Allensbacher Campingplatzes gehört heute zur UNESCO-Weltkulturerbesstätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“

Die schriftlich dokumentierte Ortsgeschichte beginnt mit dem Jahr 724. Damals stellte das Reichenauer Kloster eine Gründungsurkunde aus.

Durch die Lage am Gnadensee war Allensbach seit dem frühen Mittelalter über Jahrhunderte Fährhafen und Warenlager für die Klöster auf der Insel Reichenau.

Im Hochmittelalter war Allensbach ein wehrhaftes, kleines Städtchen. Eine Stadtmauer mit Graben, Wall und drei Stadttoren sicherte die Einwohner. Doch schützte sie nicht ausreichend vor Überfällen während des Dreißigjährigen Krieges. Württembergische Reiter setzten 1633 den Ort in Brand. In der Folgezeit zogen fremde Truppen durch die Gemeinde.

1848/49 führte der Revolutionärszug von Friedrich Hecker von Konstanz über Allensbach. Hecker machte im Ort Station und hielt im ehemaligen Gasthof "Löwen" (heute Verwaltungsgebäude und Seniorenwohnanlage gegenüber dem Rathaus) eine Rede, die den Funken für eine Volkserhebung am Untersee legte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte der Bau der Bahnlinie Waldshut – Konstanz (1863) entscheidende Veränderungen. Zwar mussten 18 Gebäude der Eisenbahnlinie weichen, doch mit der Verkehrsanbindung kam neues Leben an den Gnadensee. Mit der Bahn war der Grundstein gelegt für einen bis heute wichtigen Wirtschaftsfaktor - den Fremdenverkehr. 

Die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts gingen äußerlich nahezu spurlos an Allensbach vorüber. 1947 gründete Elisabeth Noelle-Neumann hier das Institut für Demoskopie Allensbach. Es machte den Namen der Gemeinde als Sitz der Meinungsforschung bundesweit bekannt.  

Weitere Betriebe und Unternehmen siedelten sich an und erste Neubauten entstanden. Erfreulicherweise kam auch der Tourismus wieder in Gang. In den 60er Jahren vollzog sich insbesondere in der früher dominierenden Landwirtschaft ein Strukturwandel. Immer mehr bäuerliche Betriebe gaben auf. Gleichzeitig wurden in Allensbach größere Baugebiete ausgewiesen.

Allensbach ist traditionell eine Gemeinde mit einer relativ hohen Zahl an Berufspendlern. Mit der Ansiedlung der Kliniken Schmieder im Jahre 1974 ist es gelungen, einen mittlerweile mit über 600 Arbeitsplätzen sehr wichtigen Arbeitgeber anzusiedeln. Die neurologische Rehabilitationsklinik ist darüber hinaus wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber für den Ort.

Im Jahre 1974 wurden im Rahmen der Gemeindereform die früher selbständigen Gemeinden Langenrain-Freudental und Kaltbrunn nach Allensbach eingemeindet. Zum 1. Januar 1975 folgte die Gemeinde Hegne.

Seit Mitte der 1970er-Jahre ist Allensbach zusammen mit der Gemeinde Reichenau und der Stadt Konstanz in einer vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen. Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit ist die gemeinsame Flächennutzungsplanung.

Allensbach und seine Ortsteile Hegne, Kaltbrunn und Langenrain-Freudental wurden seither zu einem modernen Wirtschaftsstandort und zugleich attraktiven Wohnort mit hoher Lebensqualität am See.

Bei Grabungen am heutigen Campingplatz fanden sich 2002 Reste einer Pfahlbautensiedlung aus der Jungsteinzeit (etwa 3000 vor Christus).  Ein vollständig erhaltener Feuersteindolch und Teile von Sandalen sind wertvolle Funde dieser archäologischen Arbeit. Das Gebiet des Allensbacher Campingplatzes gehört heute seit 2011 zur UNESCO-Welterbestätte Prähistorischer Pfahlbauten um die Alpen. Eine Dokumentation über die Pfahlbausiedlungen finden Sie im Archäologie- und Heimatmuseum.

Geschichte der Ortsteile

Wenn Sie mehr über die Geschichte der Ortsteile erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen direkt bei den einzelnen Ortsteilen. Folgen Sie dazu bitte dem Link

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nach Kaltbrunn

nach Freudental

nach Langenrain

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