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Welterbestätte

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Seit Juni 2011 sind die "PRÄHISTORISCHEN PFAHLBAUTEN UM DIE ALPEN" in die Welterbeliste eingeschrieben.

Damit steht auch die Station Allensbach-Strandbad auf der Liste des universellen Erbes der Menschheit. Die bereits 1861 von Zollinspektor K. Dehoff entdeckte Seeuferstation der jungsteinzeitlichen Horgener Kultur ist bekannt für sensationelle Funde. Dazu gehören neben Textilien und Holz vor allem der bekannte, vollständig erhaltene Dolch und die beiden Sandalen von Allensbach.

Im Winter 2002/2003 wurde das Gelände des heutigen Campingplatzes, am Bodensee gelegen, von Archäologen vom Landesamt für Denkmalpflege untersucht. Etwa 1,5 m unter der Oberfläche stieß man auf Reste einer Pfahlbausiedlung, die um 2913 v. Chr. an dieser Stelle gegründet wurde. Bei den Grabungen wurde ein einzigartiger Fund gemacht: ein 16 cm langer, perfekt gearbeiteter Feuersteindolch aus einem qualitätsvollen oberitalienischen Feuerstein und einem vollständig erhaltenen Holzgriff. Bis heute hat man nur bei der Ausrüstung des "Ötzi", der berühmten Gletschermumie, einen ähnlichen, jedoch kleineren Dolch samt erhaltener Schäftung gefunden.

Die Herkunft des Materials der Allensbacher Dolchklinge belegt zusammen mit anderen Funden, dass die Pfahlbaubewohner am Bodensee schon vor rund 5.000 Jahren regelmäßige Kontakte zum südlichen Alpenraum, dem heutigen Norditalien, pflegten.

Eine Info-Stele an der Ostseite der Terrasse der Campingplatz-Gaststätte erinnert heute an diesen Fund.

Einen Einblick in das Leben der jungsteinzeitlichen Siedler am westlichen Bodensee bietet das Archäologie- und Heimatmuseum Allensbach mit vielen Originalfunden. Dolch und Sandalen im Original sind im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz, zu sehen.

Archäologie- und Heimatmuseum Allensbach
Rathausplatz 2
78476 Allensbach
Öffnungszeiten und Vieles mehr erfahren Sie auf der Homepage des Museums
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