Vergabe für die Kanalsanierung Im Reihetal / Setze - Sitzung vom 23.06.2026
Kanalsanierung Im Reihetal/Setze: Gemeinderat vergibt Bauarbeiten - Beginn im Oktober 2026
Die Gemeinde wird im Herbst 2026 wichtige Sanierungsarbeiten am bestehenden Kanalnetz im Bereich Im Reihetal / Setze durchführen. Ziel der Maßnahme ist es, ausgewählte Schmutz- und Mischwasserkanäle zu erneuern und damit die Funktionsfähigkeit der unterirdischen Infrastruktur langfristig zu sichern.
Zuletzt waren im betroffenen Bereich zahlreiche Kanalbrüche und Verstopfungen aufgetaucht, weshalb eine genauere Untersuchung vorgenommen wurde. Grundlage für die Planung waren umfangreiche Kanal-Video-Inspektionen sowie die daraus erstellten Zustandsbewertungen. Dabei wurden verschiedene Schäden festgestellt.
Betroffen sind die Straßen Ackerweg, Alemannenstraße, Engelbert-Weltin-Weg, Scheffelstraße, Kilian-Weber-Straße sowie Im Reihetal. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Oktober 2026 und sollen bis November 2026 abgeschlossen sein.
Die Sanierung erfolgt im sogenannten grabenlosen Inliner-Verfahren. Dabei werden die vorhandenen Leitungen von innen saniert, ohne dass größere Aufgrabungen notwendig sind. Dies reduziert die Eingriffe in den Straßenraum erheblich und hält die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Verkehr möglichst gering.
Die Arbeiten werden über die bestehenden Kanalschächte ausgeführt. Zeitweise kann es im Baustellenbereich zur Aufstellung von Arbeitsfahrzeugen und Lastwagen kommen. Die Befahrbarkeit der Straßen sowie die Erreichbarkeit der Grundstücke bleiben jedoch jederzeit gewährleistet. Sämtliche Arbeiten erfolgen unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen. Eventuelle Verunreinigungen werden umgehend beseitigt und die Baustellenbereiche nach Abschluss ordnungsgemäß geräumt.
Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung wurden drei Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Alle drei Firmen reichten ein Angebot ein. Nach Prüfung durch das Ingenieurbüro irb GmbH erwies sich die Firma Geiger GmbH aus Kempten mit einer Angebotssumme von 138.675,58 Euro als wirtschaftlichster Bieter. Der Haushaltsansatz für die Maßnahme beträgt 150.000 Euro. Der Gemeinderat hat den Auftrag einstimmig erteilt. Hinterfragt wurde dabei insbesondere, ob nicht das gesamte Kanalnetz in diesem Bereich erneuert werden müsse, da es aus den 70er Jahren stamme. Dies ist allerdings anhand der Zustandsbewertung durch die Videobefahrung derzeit nicht notwendig. Weitere Abschnitte können bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt erneuert werden.
Mit der Sanierung investiert die Gemeinde in den Erhalt und die Zukunftssicherheit ihrer Abwasserinfrastruktur und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich bleiben.
Vergaben - Sitzung vom 19.05.2026
Vergabe Tiefbau Fußgängerüberweg Radolfzeller Straße auf Höhe Haus Nr. 85 - Teil der Planung des Projekts „Sicherer Schulweg“
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 19. Mai 2026 eine Vergabe des Auftrags des Fußgängerüberweges in der Radolfzeller Straße auf Höhe Haus Nr. 85 einstimmig beschlossen.
Die Radolfzeller Straße ist die Hauptdurchgangsstraße der Gemeinde Allensbach. Deshalb soll nun für einen sicheren Schulweg ein Fußgängerüberweg errichtet werden.
Der Fußgängerüberweg erhält eine Breite von vier Metern. Hierfür werden beidseitig die Rundbordsteine ausgebaut und durch behindertengerechte Rollborde ersetzt. Außerdem werden die bestehenden Gehwegflächen in der Höhe angepasst. Gegebenenfalls muss die Beleuchtung erweitert werden, wenn die erforderliche Beleuchtungsstärke unterschritten wird.
Den Auftrag hat die Firma Zieger GmbH aus Stockach als günstigster Bieter mit der Angebotssumme i.H.v. 19.015,85 € erhalten.
Vergabe Kanalsanierung für Teilbereiche einzelner Gebäude in der Hochstraße
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 19. Mai 2026 eine Vergabe des Auftrags der Kanalsanierung für einzelne Gebäude in der Hochstraße einstimmig beschlossen.
Im Rahmen der eingehenden Überprüfung der bestehenden Entwässerungssituation wurde festgestellt, dass Teile der öffentlichen Kanalisation über Grundstücke führen, die sich nicht im Eigentum der Gemeinde Allensbach befinden. Im Zuge der weiteren Bearbeitung wurde festgestellt, dass der betroffene öffentliche Mischwasserkanal in einem erheblich beschädigten Zustand ist und aufgrund der Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit der Entwässerungsanlage saniert werden muss. Die Ausführungsplanung erfolgte in enger Abstimmung mit den betreffenden Liegenschaftseigentümern. Zur dauerhaften rechtlichen Sicherung der neu verlegten Leitungsführung mussten im weiteren Verlauf der Bearbeitung entsprechende Verträge einschließlich der Eintragung von Grunddienstbarkeiten zwischen den beteiligten Parteien abgestimmt, ausgehandelt und dann die Eintragung in den jeweiligen Grundbüchern veranlasst werden. Erst nach Durchführung der Sanierungsarbeiten kann der ordnungsgemäße Anschluss der geplanten Neubauten an das Entwässerungssystem geschaffen werden.
Den Auftrag hat die Firma Fa. Joos GmbH aus Radolfzell als günstigster Bieter mit der Angebotssumme i.H.v. 41.115,21 € erhalten.
Vergabe Grünpflanzung des Parkplatzes Sportzentrum Riesenberg – Herstellung Baumquartiere
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 19. Mai 2026 eine Vergabe der Grünpflanzung des Parkplatzes des Sportzentrum Riesenberg einstimmig beschlossen.
Die vorgesehenen Maßnahmen dienen der Einhaltung der materiellen naturschutzrechtlichen und naturschutzfachlichen Vorschriften. Aus dem bisher erheblich aufgeschütteten provisorischen Übergangsstellplatz für PKW soll nun ein dauerhaft angelegter Stellplatz für PKW bestehen bleiben.
Es ist eine zeitnahe Ausführung der Maßnahme vorgesehen. Die vorrübergehenden Einschränkungen auf dem PKW-Stellplatz sollen so gering wie möglich gehalten werden, es ist eine Ausführungszeit von ca. einer Woche vorgesehen.
Den Auftrag hat die Firma Siegfried Schrof aus Allensbach als günstigster Bieter mit der Angebotssumme i.H.v. 13.997,50 € erhalten.
Moderne Homepage, barrierefreier Service und neue Bürger-App
Gemeinde stellt Weichen für die digitale Zukunft – nächster Schritt ist Online-Rathaus
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 17. März 2026 eine wichtige Entscheidung für die digitale Weiterentwicklung unserer Gemeinde getroffen: Mit großer Mehrheit (bei drei Gegenstimmen) wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Modernisierung des Internetauftritts und zur Verbesserung des Bürgerservices beschlossen.
Warum die Erneuerung notwendig ist
Die aktuelle Homepage stammt aus dem Jahr 2015 und entspricht in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen technischen und rechtlichen Anforderungen. Insbesondere verpflichtet das Behindertengleichstellungsgesetz in Verbindung mit der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) die Gemeinde dazu, ihren Internetauftritt barrierefrei zugänglich zu machen.
Eine Prüfung der Überwachungsstelle für mediale Barrierefreiheit der Deutschen Rentenversicherung hat ergeben, dass hier umfassender Handlungsbedarf besteht. Die gesetzliche Frist zur Umsetzung läuft bereits im Mai 2026 ab.
Das wird jetzt umgesetzt
Die Gemeinde nutzt diese Vorgaben bewusst als Chance, den gesamten Online-Auftritt grundlegend zu modernisieren und bürgerfreundlicher zu gestalten. Konkret umfasst das beschlossene Paket:
- Kompletter Relaunch der Homepage
Die Website wird technisch und inhaltlich vollständig neu aufgebaut. Sie wird übersichtlicher, moderner und besser auf die Bedürfnisse der Bürger:innen zugeschnitten. - Barrierefreiheit für alle
Künftig stehen wichtige Inhalte auch in Leichter Sprache sowie als Erklärvideos in Gebärdensprache zur Verfügung. Damit wird der Zugang für alle Menschen deutlich verbessert. - Mehr Datenschutz und moderne Technik
Die neue Homepage erfüllt aktuelle Datenschutzanforderungen und basiert auf einem modernen System, das künftig flexibler erweitert werden kann. - Anpassung an digitale Verwaltungsangebote
Die Seite wird so vorbereitet, dass künftig weitere Online-Dienste (z. B. Anträge oder Meldungen) einfacher integriert werden können.
Highlight: Eine eigene Bürger-App kommt
Ein besonderer Mehrwert für alle Einwohner:innen ist die geplante Einführung einer Bürger-App.
Mit dieser App können wichtige Informationen der Gemeinde künftig bequem auf dem Smartphone abgerufen werden – zum Beispiel:
- aktuelle Nachrichten aus dem Gemeindegeschehen
- Veranstaltungen
- wichtige Hinweise aus dem Rathaus
Die Inhalte werden automatisch aus der neuen Homepage übernommen, sodass alles stets aktuell bleibt.
Zeitplan
Die Einführung der Bürger-App ist parallel zur neuen Homepage geplant und soll in etwa 6 Monaten umgesetzt werden.
Kosten und Finanzierung
Für das Gesamtprojekt entstehen folgende Kosten:
- Relaunch der Homepage inkl. Datenschutz: 15.500 €
- Barrierefreiheit (Leichte Sprache & Gebärdensprache): 4.000 €
- Bürger-App: 8.900 €
Die Finanzierung erfolgt außerplanmäßig über bestehende Haushaltsmittel aufgrund der Fristsetzung der Deutschen Rentenversicherung.
Blick in die Zukunft
Weitere digitale Angebote – wie ein umfassendes Bürgerserviceportal mit Online-Anträgen oder ein KI-Assistent auf der Homepage – sind grundsätzlich möglich. Diese erfordern jedoch zusätzliche technische Schnittstellen und Investitionen und werden daher zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Dazu laufen parallel die Vorbereitungen.
