Nahwärmenetz Kaltbrunn – Mitteilung der Firma GETEC – Auswirkungen auf die Gesamtgemeinde
Die Firma GETEC aus Eschborn hat der Gemeinde mitgeteilt, dass sie von dem Projekt zur Errichtung und Betreibung eines Nahwärmenetze in Kaltbrunn Abstand nimmt. Die Firma GETEC führt hierzu an, dass Kaltbrunn nach ihrer weiteren Prüfung nicht über eine ausreichende Wärmedichte verfügt. In der Folge ist ein Netz für die Firma zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht wirtschaftlich genug, um dieses Projekt aktuell weiter zu verfolgen. Das Nahwärmenetz in Kaltbrunn wird also nicht wie geplant realisiert werden können.
Aus Sicht der Gemeinde sollte dieses Projekt eigentlich als Blaupause für weitere vergleichbare Projekte im Gemeindegebiet dienen. Da sich das Thema der Wirtschaftlichkeit bei der Betreibung eines Nahwärmenetzes in den übrigen Ortsteilen und auch im Kernort ähnlich darstellt, wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein gemeindliches Nahwärmenetz immer unwahrscheinlicher.
Ein Eigenausbau kommt mangels eigener „Stadtwerke“ in Allensbach nicht in Betracht. Gespräche mit den benachbarten Stadtwerken waren schon im Vorfeld geführt worden und ebenfalls nicht erfolgreich.
Durch die Absage eines kommunalen/gemeinschaftlichen Netzes kann die Gemeinde das erklärte Ziel für Kaltbrunn zwar nicht erreichen, doch zwei positive Erkenntnisse bleiben dennoch bestehen: Durch die Machbarkeitsstudie ist nachgewiesen, dass die Sole-Wasser-Wärmepumpe (kalte Nahwärme) in Kaltbrunn funktioniert und absolut wirtschaftlich ist – auch in den Bestandsgebäuden in Kaltbrunn! Dies ist für Eigentümer:innen also eine gute Option bei der Heizungsumstellung.
Die zweite Erkenntnis ist, dass die private Heizungsumstellung – ohne Netz – mittlerweile so wirtschaftlich ist, dass ein Netzbetrieb für den Investor manchmal mehr Risiken als Chancen bietet. Sowohl bei der klassischen Luft-Wasser-Wärmepumpe als auch bei der erwähnten Sole-Wasser-Wärmepumpe sind die technologischen Fortschritte der letzten drei Jahre so groß, dass jeder Einzelne diese wirtschaftlich anschaffen und betreiben kann – auch ohne Netz.
Dennoch bleibt die Gemeinde hier in der Wärmeplanung weiter Ideenoffen: Sollte sich für einzelne Bereiche/Quartiere eine gemeinschaftliche Lösung anbieten, werden wir das sicherlich prüfen.

